So wie auch letztes Jahr wurden wir wieder zur Michelin gerufen, da eine Ente wohl dachte das es ein guter Brutplatz sei.
Wir sind hingefahren und haben uns die Situation angeschaut. Da sich der Platz in einem sehr kleinen Innenhof befand und alles von Gebäuden umgeben war wo sie nach dem schlüpfen nicht weg konnten
und es auch nichts gab wo sie reinfallen konnten, brauchten wir dieses mal keinen Zaun zu stellen.
Da sie schon relativ weit mit dem brüten war, wurden wir ein paar Tage später angerufen und konnten sie schnell und problemlos einfangen und in ein sicheren Teil der Nahe bringen.
Alle sind wohl auf und unversehrt.
Achtung: Brütende Nilgänse an Straße
ACHTUNG
In Bad Münster auf der Straße zwischen Rewe und Ampel Richtung Altenbamberg brütet dieses Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit wieder ein Nilgans paar unter der Brücke. Sobald alle Küken geschlüpft
sind springen sie auf die Straße und wollen zum Wasser. Sie laufen dann Kreuz und quer über die Straße und wenn nicht schnell genug geholfen wird überlebt es keins der kleinen.
Die letzten beiden Jahre war es Ende März/ Anfang April, das heißt es müsste bald soweit sein.
Falls ihr etwas beobachtet meldet euch bitte umgehend hier:
0176 89091048
Störung im Naturschutzgebiet: Wasservögel auf der Nahe in akuter Gefahr
Bad Münster am Stein-Ebernburg. Am Sonntag, 26. April, kam es zur Mittagszeit im besonders geschützten Abschnitt der Nahe zwischen Bad Münster und Bad Kreuznach zu
einem ernstzunehmendem Vorfall im Naturschutzgebiet. Eine Gruppe von 13 bis 14 Kanuten befuhr trotz bestehender Schutzregelungen einen sensiblen Flussabschnitt, der vom 1. April
bis 31. Oktober besonderen Einschränkungen unterliegt.
Nach Angaben der Naturschutzgruppe Nahe handelte es sich nicht um Mitglieder örtlicher Vereine, welche die Regeln beachten, sondern vermutlich um einzelne
Anbieter und Freizeitpaddler, die geführte Touren oder sogenanntes Packrafting bewerben. Während professionelle Anbieter auf die Schutzgebiete hinweisen, missachteten diese Gruppen die
bestehenden Verbotszonen.
Der betroffene Abschnitt ist ökologisch besonders wertvoll. Mit seinen Inseln bietet er einen selten gewordenen Lebensraum für Wasservögel, insbesondere während der
Brut- und Aufzuchtzeit. Entsprechend gelten klare Regeln: Mehrere Bereiche sind für das Befahren gesperrt, hinzu kommen drei Wehre, die bei aktuellem Niedrigwasser weder überfahren noch betreten
werden dürfen, da dabei erhebliche Schäden entstehen können, dies gilt ebenso für 100 m nach den Wehren.
Laut Beobachtern bewegten sich die Kanuten lautstark über die gesamte Flussbreite, befuhren Uferbereiche und nahmen keine Rücksicht auf die Tierwelt. Die Folge
war verheerend für mehrere Wasservogelfamilien. Jungtiere verloren den Anschluss, Altvögel gerieten in Panik.
Besonders dramatisch entwickelte sich die Situation nahe der Eisenbahnbrücke: Ein Schwanenvater, der mit seiner Familie flüchtete, wurde vom Revier verteidigenden
Schwanenpaar angegriffen. Der Kampf verlagerte sich bis ans Ufer, wo das Tier schließlich regungslos liegen blieb, aber weiter attackiert wurde. Nur durch das beherzte Eingreifen eines
zufällig anwesenden Anglers und eines Familienvaters, die einem Mitglied unserer Gruppe zu Hilfe eilten, konnte der Schwan und damit seine gesamte Familie gerettet
werden.
Beide Helfer setzten sich dabei selbst erheblichen Gefahren durch starke Strömung und rutschigen Untergrund aus.
Dies war absolut nicht selbstverständlich....Wir bedanken uns an dieser Stelle vielmals für diese mutige und außergewöhnliche Hilfe!
Die Naturschutzgruppe Nahe geht davon aus, dass nicht nur dieser Vorfall gravierende Folgen hatte. In stark strömenden Gewässerabschnitten verlieren
Jungvögel schnell den Kontakt zu ihren Eltern. Ihr noch nicht vollständig entwickeltes Gefieder saugt sich mit Wasser voll, was oft innerhalb kurzer Zeit zu Unterkühlung, Erschöpfung und
Ertrinken führt. Viele dieser Verluste bleiben unbemerkt.
„Solche Situationen sind vermeidbar“, betont die Naturschutzgruppe. „Es gibt ausreichend alternative Strecken. Wer sich über Regeln hinwegsetzt, gefährdet aktiv
Tiere und zerstört wertvolle Lebensräume.“ Und macht sich obendrein strafbar.
Die Gruppe appelliert eindringlich an alle Wassersportler und Freizeitpaddler, die bestehenden Befahrungsverbote einzuhalten und auch außerhalb geschützter Bereiche
Rücksicht zu nehmen, die Tiere in die Uferbereiche flüchten zu lassen und sie nicht vor sich herzutreiben. Gerade in der Brutzeit seien störungsfreie Rückzugsräume für Tiere
überlebenswichtig.
Die Nahe verfüge nur über wenige derart geschützte Abschnitte. Umso wichtiger sei es, diese konsequent zu respektieren.
Über Hinweise zu diesen Paddlern wären wir dankbar.
Wir bedanken uns für Ihr Verständnis
und Ihre Rücksichtnahme
Ihre Naturschutzgruppe Nahe
Angriff auf Schwanennest in Bad Kreuznach
Nachdem im letzten Jahr das komplette Gelege einer Schwanenfamilie ausgelöscht wurde, kam
es am 21.04.26 zwischen 8.35 Uhr und 8.45 Uhr erneut zu einem Angriff auf ein Schwanennest in Bad Kreuznach. Das am Naheradweg Richtung Pfingstwiese befindliche Nest ist durch einen Bauzaun und
Videoüberwachung geschützt. Aber auch dies hielt den Täter nicht davon ab, zwei Eier zu zerstören und die Schwanendame auf dem Nest mit einem Stock zu attackieren. Besonders tragisch ist hierbei,
das die Schwanenkinder in ca. einer Woche bereit gewesen wären zu schlüpfen. Die Zerstörung der Eier hatte zur Folge, das die Jungtiere einen ca. 15-minütigen Todeskampf durch diesen
brutalen Angriff erleiden mussten. Auch die Schwanendame ist durch diese Attacke sehr verängstigt. (es stellte sich später heraus, dass weitere Eier beschädigt wurden, die
die Schwanenmama aus dem Nest werfen musste) Wir bitten alle Natur- und Tierfreunde gerade jetzt, in der Brut- und Setzzeit, ein besonderes Augenmerk
auf die an der Nahe befindlichen Nester zu halten damit solche gemeinen Angriffe künftig vielleicht verhindert werden können. Gerne nehmen wir unter folgenden Telefonnummern 0176/96103076 und
0157/50158088 Hinweise zum Täter entgegen. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Einsatz 20. April 2026 - Rettungsaktion für Nilgänse
Ein langer Weg mit Happy End.
An der Diakonie versuchte ein junges Nilganspaar mit ihren frisch geschlüpften neun Küken sich auf den weiten Weg zum Wasser zu machen. Glücklicherweise wurden wir direkt benachrichtigt, drei
von uns sorgten dafür, dass der Weg über Straßen
und Gehwege frei gehalten wurde. Simone gelang es zuvor
alle neun Küken (Gössel) unter einem Busch einzufangen und sie in eine provisorische Kiste zu setzen, die von Marie quer durch die Stadt getragen wurde. Die meisten Wasservogeleltern folgen
dem Piepsen ihrer Kinder. Manches Mal kann es passieren, dass die Eltern es nicht dulden und es nur gelingt, ein Küken hochzunehmen. Unter Umständen reicht das schon bei nur sehr kleinen
Strecken zum Wasser. Besser aber ist es alle Kleinen vorneweg zu tragen Wichtig ist es , Ruhe zu bewahren, mit den Tieren zu sprechen, sie niemals zu scheuchen.
Sollten die Eltern in Panik geraten und wegfliegen, gibt es für die Kleinen nur ein Aufwachsen auf einer Station, was zwar möglich ist,
ihnen aber nicht all die Erfahrung vermitteln kann, die sie zum sicheren Überleben in der Natur von ihren Eltern beigebracht bekommen.
Bei Gänsen ist es nicht in jedem Bereich möglich, sie an Wasserbereichen der Nahe anzusiedeln. Man merkt es oft am Angriffsverhalten von Artgenossen, oder auch an der Reaktion der
Elterntiere, die u.a. ihre Federn stellen. Die Kämpfe unter Artgenossen haben meist einen tödlichen Ausgang. Vor allem für den Nachwuchs. Dann muss man solange weiter dem Naheverlauf folgen,
bis alles und alle ruhig bleiben.
Hier nun die Schilderung aus Sicht von Marie und Simone:
"Mit vier Personen und zwei Nilgans Eltern im Schlepptau sind wir von der Diakonie los gelaufen, über die Bahngleise in Richtung Salinenstraße. Auf der Salinenstraße haben wir den Verkehr
beidseitig kurz gestoppt damit alle heil über die Straße gekommen sind. Weiter ging es Richtung Kurpark, leider ist das Revier schon von einem anderen Nilgans Paar besetzt, weswegen unser
Paar bereits im vorbei laufen direkt angegriffen wurde.
Auf der Suche nach einem Freien Revier ging es weiter in Richtung Pauluskirche/Bootsverleih, auch da hatten wir Pech und das Revier war besetzt. Also ging es weiter durch die Altstadt, an der
Kirchsteinanlage vorbei, in Richtung Pfingstwiese. Alle sind wohlbehalten am Wasser angekommen, dieses Revier gehört nun ihnen.
Ein unglaublicher langer Weg für die Elterntiere und trotzdem sind sie ihn tapfer und trotz allen Hürden mitgelaufen, folgten sogar über Treppen. Es war sehr rührend, wie vertrauensvoll sie
waren und von Anfang an erleichtert schienen, dass man ihnen zur Seite stand.
Alle Personen auf dem ganzen Weg waren super Kooperativ und bedankten sich immer wieder bei uns, egal ob mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß, das gibt uns einen funken Hoffnung in dieser Welt und
hat diesen Einsatz für uns noch besser gemacht.
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ACHTUNG: Brut an Bundesstraße
In Bad Münster auf der Straße zwischen Rewe und Ampel Richtung Altenbamberg brütet dieses Jahr wieder ein Nilgans paar unter der Brücke. Sobald alle Küken geschlüpft sind springen sie auf die
Straße und wollen zum Wasser. Sie laufen dann Kreuz und quer über die Straße und wenn nicht schnell genug geholfen wird überlebt es keins der Kleinen. Hinzu kommt, das der Straßenverkehr
gefährdet ist.
Es müsste bald soweit sein.
Falls ihr etwas beobachtet meldet euch bitte umgehend hier:
0176 89091048
Viele Rettungsaktionen werden von Marie und Simone durchgeführt, die darüber auf ihren Seiten berichten.
Einsatz 14.4.2026
In Bad Münster ist auf dem Fahrradweg in Richtung Bad Kreuznach auf Höhe des Rewe ein kleines Graugans Gössel herumgeirrt. Zwei Mädchen haben aufgepasst, das es nicht von Fahrrädern überfahren
wird und eine weitere nette Passantin hat zufällig morgens unseren Post (von Marie und Simone) gesehen, direkt bei uns angerufen und sogar noch 20min gewartet bis wir vor Ort waren. Großes
Dankeschön an alle drei.
Das kleine war unversehrt, nur sehr schwach durch den ganzen Stress.
Wir haben vor Ort noch eine halbe Stunde nach den Eltern gesucht, wurden aber leider nicht fündig. Also hat es eine Nacht bei uns verbracht und am nächsten Tag haben wir es nach Mainz ins
Tierheim gefahren.
Brutzeit 2026
Aufgrund der aktuellen Brutzeit
möchten wir dringendst bitten,
gerade an der Nahe im ausschließlichen Lebensraum der Wasservögel
Hunde an die Leine zu nehmen,
auch, wenn sie nichts machen....
Sie stellen eine große Gefahr, gerade auch für die instinktiv flüchtenden Jungvögel dar.
Nicht selten, werden sie von Ihrer Familie getrennt, was fast immer tödlich endet.
Und: schon kleinste Verletzungen durch Hunde, ebenso durch Katzen (bei Garten- und vielen anderen Vogelarten) können durch eine dadurch fast immer hervorgerufene Infektion zum Tode führen.
Die Wasservögel müssen gerade am Anfang die Küken/Gössel zum Trocknen unter ihr Gefieder nehmen. Ihre Fettdrüse funktioniert noch nicht, weswegen sie auch immer wieder an Land unter das
Gefieder der Elterntiere müssen! Dort brauchen sie ausreichend Zeit und ungestörte Ruhe. Bei Sonne liegen sie oft ungeschützt neben ihren Eltern. Mancher kleiner Träumer
flüchtet, oft mit verhängnisvollem Ausgang in die falsche Richtung.
Bitte beachten Sie, dass in vielen Naturschutzgebiet ab 1. April noch strengere Regeln gelten!
Dazu gehören das Verbot von Boot- Kanutouren und alle weiteren Fortbewegungen in und auf dem Wasser.
Die jungen Wasservögel flüchten panisch vor diesen, kommen gegen die Strömung der Nahe nicht mehr zurück, der
Flaum saugt sich nach kurzer Zeit voll Wasser und sie ertrinken.
Diese Gefahren stellen den Großteil der Todesfälle noch nicht flugfähiger Wasservögel dar.
Wir möchten Sie bitten, in dieser Zeit besonders Rücksicht zu nehmen!!!
Auch generell, überall wo Wehre sind, besondere Starkströmungsbereiche, auch in Gebieten, die keiner NSG Verordnung
unterliegen. Bitte in der Nähe von den jungen Wasservogelfamilien runter von Tempo und Lautstärke. Nicht in die Uferbereiche fahren, diese auch nicht betreten, denn gerade bei uns in vielen
Gebieten der Nahe lebt dort die streng geschützte Würfelnatter. Es ist sehr hilfreich den jungen Wasservogelfamilien Zeit zu lassen sich in die Randbereiche zu flüchten. Stehpaddler bitte aufs
Brett setzen, bis man an den
Tieren vorbei ist. Ein auf dem Wasser stehender Mensch bringt sie in extreme Panik und tödliche Fluchtsituationen.
Die Lebensgebiete- und Grundlagen gehen so schnell und drastisch zurück, jeder kann etwas tun, um zu helfen.
Wir können alle gemeinsam unsere Tierwelt stärken und erhalten! Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Rücksichtnahme!
STORCHENNESTER
nach Genehmigung durch die Baubehörde darf man auch auf Privatgelände Masten o.ä. für Storchennester
anbieten
die Eiablage erfolgt in der
Regel bis Ende April
Vorbild ist der Bonnheimer Hof und die
Gärtnerei in Gensingen (allerdings alles
Außengelände)
PRESSEMITTEILUNG Feuerwerksverbot entlang der Nahe, den Tierheimen und Tierauffangstationen
Die Naturschutzgruppe Nahe hat im gemeinsamem Anliegen mit der NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft Internationaler Artenschutz, den Tierheimen Bad Kreuznach und Bingen
sowie der Wildtierhilfe Waldalgesheim und der Stadttaubenhilfe Mainz/Wiesbaden einen Antrag an den Stadtrat Bad Kreuznach gestellt.
Ziel ist ein lokal veröffentlichtes Feuerwerksverbot in den besonders schützenswerten Uferbereichen der Nahe von Bad Kreuznach und Bad Münster, Norheim,
Niederhausen und den Ippesheimer See – beziehungsweise die konsequente Bekanntmachung der bereits geltenden Rechtslage durch die Stadt. Aber auch in der Nähe von Tierauffangstationen
und Tierheimen, wie es viele Städte schon vorbildlich angeordnet haben.
Sie verweisen auf die hohe ökologische Bedeutung der Nahe, da entlang des Flusses mehrere Naturschutzgebiete, darunter FFH- und Vogelschutzgebiete liegen,
deren Schutzzweck ausdrücklich die Erhaltung wertvoller Lebensräume und gefährdeter Arten dient. Dort verstößt der Einsatz von Pyrotechnik gegen geltendes Natur-und Artenschutzrecht. Es
besteht ein weitergehender Schutz nach europäischem Recht in manchen Bereichen, da diese zu den landschaftlich und ökologisch wertvollsten Abschnitten der gesamten
Nahe zählen.
Die Veröffentlichung dieser Verbotszonen wäre ein sichtbares Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt, zumal es an Silvester
durch die permanente Aufrüstung der Pyrotechnik für Mensch und Tier zu beängstigenden Zuständen und Lautstärken kommt.
Es handelt sich dabei nicht mehr um harmlose Silvesterböller, sondern um pyrotechnische Produkte mit erheblicher Sprengkraft, die teilweise illegal
bezogen werden. Raketen und Kugelbomben erzeugen in den engen Tallagen Detonationen, die durch die hohen Felsen ringsherum verstärkt werden
und zu einer massiven Lärm- und Luftbelastung führen. Hinzu kommt ein erhöhtes Risiko für Brände in trockenen Uferbereichen und angrenzenden Wäldern. Neben dem Schutz von Tieren und
Lebensräumen führen die Naturschützer auch ökologische und sicherheitsrelevante Gründe an: Feuerwerksreste belasten Böden und Gewässer mit Schwermetallen und Mikroplastik.
In den letzten Jahren beschränkte man sich schon nicht nur auf die Silvesternacht, sondern böllerte lange davor und danach. In diesem Jahr wird bereits seit
Halloween hemmungslos herumgeschossen.
Die Folgen für die Tierwelt sind gravierend; in den erwähnten Bereichen überwintern zudem zahlreiche, zum Teil seltene Wasservogelarten. Viele Tiere
geraten durch Knallkörper in Panik und kollidieren mit Felsen, Brücken, Stahlseilen oder Hochspannungsleitungen. Sichtbare Verletzungen oder Tod bei Wasservögelnsind ein Indikator, aber auch andere Wildvogelarten, Wildtiere und Haustiere reagieren mit Panik. Schlimmste Verletzungen und Tod sind die Folge.
In der Nähe von Tierheimen, Wildtierstationen sollte das Böllern generell untersagt sein. Im Umkreis von 200 m von Einrichtungen wie Kranken- und
Kurhäusern, Senioren- und Kinderheimen und brandgefährdeter und schützenswerter Bausubstanz ist Pyrotechnik ohnehin verboten. Zahlreiche dieser Einrichtungen und
Gebäude liegen im Kreis Bad Kreuznach in unmittelbarer Nähe der Nahe.
Gemeinden können auf Grundlage des Sprengstoffgesetzes Feuerwerk aus Gründen der Sicherheit sowie des Natur- und Artenschutzes einschränken oder verbieten. Verstöße
gegen bestehende Verbotszonen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit hohen Bußgeldern belegt werden. Die Verbände bitten daher, die geltenden Verbotsbereiche zu
benennen und öffentlich zu kommunizieren. Etliche Städte haben bereits ein Verbot entlang ihrer Flüsse, auch ohne NSGGebiete ausgesprochen, denn dort gibt es die höchsten Populationen
in der Tierwelt.
An der Nahen gibt es zudem durch die einzigartigen klimatische Verhältnisse, wie unten zu ersehen, sehr, seltene Vogel- und andere Arten, die ausdrücklich geschützt
sind.
Zudem wird oft der Winterschlaf von Fledermäusen gestört, mit verheerenden Folgen.
Unsere Aufzählungen sind sicherlich nicht vollständig, gerne können Sie uns für Ergänzungen kontaktieren.
Zudem verweisen sie auf Umfragen, nach denen sich bundesweit eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung gegen großflächigen privaten Pyrotechnikeinsatz
ausspricht. Angesichts zunehmender Vorfälle plädieren die Organisationen dafür, Bad Kreuznach solle als Kurstadt mit besonderem Naturprofil hier eine aktive Rolle einnehmen.
Ein veröffentlichtes Feuerwerksverbot entlang der sensiblen Naheabschnitte würde die bestehenden Naturschutzvorgaben von Bund und Land konsequent
umsetzen. Es wäre zugleich ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Anwohner und Besucher sowie zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt. Für Bad Kreuznach könnte ein klarer Schutz dieser ökologisch
wertvollen Bereiche langfristig auch touristische Vorteile mit sich bringen.
Unten sind die Schutzgebiete, soweit wie möglich einzusehen.
Strafen und Bußgelder:
Verstoß gegen Naturschutzgesetze: Das Böllern kann als „Lärm verursachen“ oder „Feuer machen“ gewertet werden, was in Naturschutzgebieten Bußgelder von 37
€ bis 2.500 € nach sich ziehen kann.
Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz: Wer nicht zugelassenes Feuerwerk zündet oder gegen das Zündverbot verstößt, riskiert hohe Bußgelder bis zu 50.000
€ oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.
Böllern in NSGs: Als schwerwiegender Verstoß gegen das Naturschutzrecht können die Bußgelder in Naturschutzgebieten die Obergrenzen erreichen oder sogar
übersteigen, je nach konkreter Gefährdung, Mittelbayerische Zeitung.
Warum ist das so streng?
Gefahr für Tiere: Der Lärm und die Lichteffekte des Feuerwerks können Tiere erschrecken, in Panik versetzen und ihre Winterruhe stören.
Brandgefahr: Besonders in trockenen Gebieten besteht ein erhöhtes Waldbrandrisiko.
Fazit für RLP:
Es gibt keinen speziellen „RLP-Bußgeldkatalog“, aber die allgemeinen Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) und des Sprengstoffgesetzes (SprengG)
werden in RLP angewendet. In Naturschutzgebieten gilt ein striktes Verbot für Feuerwerk, um die Natur zu schützen, Mittelbayerische Zeitung.
Böllern in FFH-Gebieten (Flora-Fauna-Habitat-Gebiete, also spezielle Schutzgebiete) ist in der Regel nicht erlaubt oder stark eingeschränkt, weil hier
besondere Naturschutzgesetze gelten, die das Abbrennen von Feuerwerk wegen Brandgefahr und Störung der Tierwelt verbieten, was sich oft mit den allgemeinen Verboten in Wäldern und der Nähe zu
brandempfindlichen Gebäuden überschneidet. Auch ohne spezielle Verordnung sind meistens Wälder, Naturschutzgebiete, Parks und der Bereich um Kirchen, Krankenhäuser oder Fachwerkhäuser tabu,
sodass Sie sich vor dem Böllern immer bei Ihrer lokalen Gemeinde informieren müssen.
Rund um Bad Sobernheim gibt es mehrere Naturschutzgebiete, darunter das bedeutende NSG Disibodenberg (mit Klosterruine),
das Bruchwiesen (Feuchtgebiete bei Pferdsfeld) sowie weitere wie das Lemberg (mit Silbersee), Gans und Rheingrafenstein, Nahetal von Boos bis Niederhausen und
das Nachtigallental, die alle die vielfältige Natur der Region mit ihren Wäldern, Tälern und Feuchtbiotopen schützen. Diese Gebiete sind ideal für Wanderungen und Naturbeobachtungen, wobei
die „Lebendige Nahe“ einen Naturerlebnispfad bietet.
Neben verletzten oder verwaisten Vögeln kümmern wir uns, soweit möglich, auch um andere Wildtiere. Dazu gehören beispielsweise Eichhörnchen, die noch zu klein sind,
um allein zu überleben (wie das hier gezeigte Baby), oder Uhus, die verletzt aufgefunden werden.
Jedes Tier, das unsere Hilfe braucht, verdient eine Chance. Auch wenn wir keine offizielle Station sind, versuchen wir stets, schnell und verantwortungsvoll zu
handeln, weiterzuvermitteln. Mit Herz, Erfahrung und dem Wunsch, jedes Leben zu retten, das gerettet werden kann.
Katzen und notwendige Hilfe für Wildvögel
Anja bemüht sich weiterhin herrenlose, verletzte und halbverhungerte Katzen einzufangen,
Das Tierheim in Bad Kreuznach hatte zunächste eine höhere Anzahl aufnehmen und kastrieren
wollen, doch auch dort sind die personellen und finanziellen Hilfen zu knapp.
Jede herrenlose Katze, gerade auch, wenn sie weiter für Nachwuchs sorgen kann,
trägt einen großen Teil zum Artensterben bei. Abgesehen von dem Leid, dem diese Tiere ausgesetzt sind.
Ebenso wünschen wir uns, dass neben der Möglichkeit der Aufnahme herrenloser Katzen dem xnacher Tierheim durch höhere finanzielle
Unterstützung ein Wildtier-vogelraum ermöglicht wird, nur durch diesen und einer zusätzlichen
damit erfahrenen Kraft ist es möglich, die zunehmend unter Not geratenen Wildvögel aufzunehmen. Wir versuchen sie an Stationen zu vermitteln, doch sind diese im Raum
Bingen und Mainz bereits von ihren eigenen Tieren im jeweiligen Raum überfüllt.
Bad Kreuznach braucht Hilfe für verletzte Wildvögel!!!!
So schaffen wir das nicht mehr!!
Wir bekommen keinerlei finanzielle Unterstützung, alleine das Benzingeld übersteigt unsere
Möglichkeiten. Da sprechen wir nicht einmal über die Zeit, den Verschleiß von Autos, Transportboxen....und Nerven. Die vielen Schicksale, denen wir oft machtlos gegenüberstehen
müssen, setzen uns sehr zu.
Dabei würden wir so gerne die vielen hilfsbereiten Menschen mehr unterstützen und ermuntern,
damit dies Kreise zieht und man im Kreis Bad Kreuznach nicht anfängt Hilfsmaßnahmen einfach zu lassen, weil es sowieso nicht erfolgreich sein kann.
Zurück zu den herrenlosen oder freilaufenden, unkastrierten Katzen:
Ohne weitere Hilfe werden viele diese, noch sehr zahlreichen Katzen, den Winter nicht
überleben.
Eine ca. 8 Wochen alte Katze (siehe Bilder) konnte Anja nun auch einfangen, sicher gibt es noch
Geschwister. Wir bitten alle Katzenliebhaber ihre Tiere kastrieren zu lassen;
würden sie das Vogelschlachtfeld in diesen stark betroffenen Bereichen sehen,
wäre es sicher für sie leichter verständlich, wie wichtig diese Maßnahme ist.
Am besten wäre es, nun in unserer Zeit des großen Artensterbens , Katzen nicht rauszulassen, wenn sie es nicht kennen, vermissen sie es nicht.
Allerdings brauchen sie dann auch einen Artgenossen oder bereitwilligen menschlichen
Spielgefährten.
Ein Jungschwan wieder bei seiner Familie – ein glückliches Ende
In Bad Kreuznach wurde ein Fußverletzter Jungschwan gemeldet. Uwe und Anja konnte den Vogel sichern, anschließend wurde er mehrere Wochen auf der Station
bei Nadine behandelt. Dank der liebevollen Betreuung von Nadine konnte der Kleine schließlich wieder seiner Familie zugeführt werden.
Solche Einsätze zeigen, wie dringend Hilfe in unserer Region benötigt wird. Wasservogelnotfälle sind zwar seltener geworden, dafür nehmen die Singvogelnotfälle
erschreckend zu. Wir leisten, soweit es unsere privaten Möglichkeiten zulassen, telefonische Erste Hilfe und vermitteln Tierstationen. Doch im Raum Bad Kreuznach gibt es aktuell keine feste
Anlaufstelle, und die Einrichtungen in Bingen oder Mainz sind oft überfüllt.
Unsere Kapazitäten sind sowohl zeitlich als auch finanziell begrenzt, da wir keine offizielle Unterstützung erhalten. Dennoch möchten wir jeden ermutigen, für jedes
Tier sein Möglichstes zu tun.
Wir setzen uns weiterhin dafür ein, Hilfe zu leisten, und hoffen, dass auch der Kreis Bad Kreuznach bald eine offizielle Anlaufstelle für verletzte und
hilfsbedürftige Vögel einrichtet.
Ein Bussard am Waldrand
Vor Kurzem wurde uns ein apathischer Bussard am Waldrand bei Stromberg gemeldet. Sofort machte Anja sich auf den Weg (vielen Dank!!), um zu helfen und
konnte den Vogel schließlich nach Kirchwald bringen.
Solche Einsätze sind leider keine Ausnahme. In unserer Region sind Wasservogelnotfälle mittlerweile selten, während die Zahl der Singvogelnotfälle erschreckend hoch
ist. Wir versuchen, soweit es unsere privaten Möglichkeiten zulassen, telefonische Erste Hilfe zu leisten und Tierstationen zu vermitteln. Doch im Raum Bad Kreuznach gibt es aktuell keine feste
Anlaufstelle für verletzte Vögel, und die Einrichtungen in Bingen oder Mainz sind meist überfüllt.
Wir müssen ehrlich sagen: Wir können nicht jedes Tier retten. Unsere Kapazitäten sind zeitlich und finanziell begrenzt, da wir keine offizielle Unterstützung
erhalten. Dennoch möchten wir jeden ermutigen, für jedes Tier sein Möglichstes zu tun.
Wir setzen uns weiterhin dafür ein, Hilfe zu leisten, und hoffen, dass auch der Kreis Bad Kreuznach zeitnah eine offizielle Anlaufstelle für verletzte und
hilfsbedürftige Vögel einrichtet.
Aktuelles 23.Mai 2025
Bislang Unbekannte haben von der Wasserseite aus mit einem
Schlauchboot ein Schwanennest Bereich in Bad Kreuznach betreten.
Sie wurden von einem aus unserer Gruppe, der ebenso wie alle anderen, mehrfach täglich
zur Kontrolle an der Nahe ist, gesehen, der sofort die Polizei verständigt hat.
Das Boot, einschließlich Paddel, wurde vor Ort belassen, die Polizei hat es sichergestellt.
Das Nest wurde von der Unteren Naturschutzbehörde aus gutem Grund von der Landseite aus
durch den Bauhof mit einem Zaun umstellt.
An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass dies kein Kavaliersdelikt darstellt.
Es ist eine strafbare Handlung, die sowohl beträchtliche Geldstrafen, als auch Freiheitsstrafen
nach sich ziehen kann.
§ 39 Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen; Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen
(1) Es ist verboten,
1.
wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten,
2.
wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten,
3.
Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.
Wir möchten die Bevölkerung an dieser Stelle bitten und ermutigen. solche Vorfälle
zu melden.
Vielen Dank für Ihre Hilfe
Wir freuen uns sehr darüber, dass immer mehr Menschen, gerade auch junge,
ein Augenmerk auf die Tiere haben und so oft wie noch nie, bereit sind
ihnen zu helfen, wenn sie in Not sind.
Diese Entwicklung freut uns unglaublich!!!!!
Auch dafür VIELEN DANK
Danksagungen
WIR DANKEN
der Unteren Naturschutzbehörde, die unsere Aktivitäten so tatkräftig
unterstützt und immer offen ist für Anregungen.
Die gemeinsamen Begehungen, auch mit der Biotop Verwaltung, sind sehr produktiv.
Wir freuen uns sehr, dass unsere Anregungen, Berücksichtigung finden.
Ohne eine sensibel geführte Behörde wäre vieles nicht umsetzbar und aussichtslos
So wurden in besonders schützenswerten Naturschutzgebieten weitere Schilder gestellt mit Piktogrammen zu Verhaltensweisen, die erforderlich sind, damit unsere einzigartige
Natur nicht nur erhalten bleibt, sondern die Lebensbedingungen der Tiere,
vielleicht auch konträr zur allgemeinen Entwicklung, verbessert werden.
Auch das einzigartige Vorkommen der Würfelnatter erfordert eine besondere Umgehensweise.
Dies Artenvielfalt und einzigartige Natur hier sind ein Alleinstellungsmerkmal und begeistern
nicht nur die Einheimischen, sondern ziehen viele Touristen an.
WIR DANKEN
Dem Bauhof, der immer in Höchstgeschwindigkeit zur Verfügung steht und auf vielfältige Art
für den Schutz der Tiere unterwegs ist.
Sie haben sicher schon kilometerweit Bauzaun zum Schutz der Nester und einzelner Lebens - und Brutbereiche gestellt.
Sie benachrichtigen uns umgehend, wenn ihnen etwas auffällt und haben schon sehr oft
Schlimmes verhindert.
WIR DANKEN
den vielen Menschen, die uns tatkräftig unterstützen, sowohl spontan bei Rettungsaktionen,
als auch bei den regelmäßigen Kontrollen
Ebenso denjenigen, die den Mut haben, bei Beobachtungen von Straftaten, die Polizei und das Ordnungsamt zu benachrichtigen.
WIR DANKEN
auch der Polizei und dem Ordnungsamt, die so gewissenhaft und bei Erfordernis
zusätzliche Kontrollen gehen oder fahren.
Die Zusammenarbeit mit beiden, auch im Falle von
Sicherungsaktionen von hilfsbedürftigen Tieren ist einmalig
WIR DANKEN
ebenso den vielen Betreibern und Nutzern von über die Nahe quer gespannten Drahtseilen,
die teilweise mittlerweile auch ohne unsere Unterstützung eigenhändig dafür sorgen,
dass diese markiert werden. Diese, sowie nicht ausreichende kenntlich gemachte, filigrane
Brückenteile, oder nur entweder oben oder unten beleuchtete sind für die meistens tödlichen Kollisionen verantwortlich. Wenn die Wasservögel, meist die schwer flugfähigen Schwäne es doch
überleben, sind sie nur selten wieder auswilderungsfähig.
auch DANKEN wir an dieser Stelle
leider können wir den Dank an Westnetz nicht aufrechterhalten.....
es wurde bislang nichts getan
außer alle Storchennester an den jahrelang von ihnen ohne Schäden genutzten Hochspannungsmasten zu entfernen
hierfür hat die SGD Nord bedauerlicherweise eine Ausnahmegenehmigung erteilt:
(Westnetz, die sich bereit erklären, alle neu anzubringenden Hochspannungsleitungen
besser zu markieren und die, die für Kollisionen, gerade in der Nähe von stärker befahrenen
Straßen, verantwortlich sind, zeitnah nachzumarkieren.
Nicht nur für Autofahrer, auch für uns ist die Sicherung der dadurch verletzten Tiere enorm gefährlich.)
WIR DANKEN
auch den Hundeleuten, die Verständnis haben und ihre Hunde im Lebensraum der Wasservögel anleinen. Nicht nur jagende Hunde spielen hier ein Rolle, sondern auch
der beeinträchtigte Lebensraum, in welchem, gerade die jungen Wasservogelfamilien, kaum eine Möglichkeit finden an Land zu gehen, sich auszuruhen und die wichtigen ersten Fettungen des
Nachwuchses unter dem Gefieder der Elterntiere vorzunehmen.
Auch die zeitweise notwendige Nahrungsaufnahme an Land ist wichtig für das Auswählen eines Lebensraumes.
WIR DANKEN
den Anglern, die bedacht sind auf den Schutz unserer Natur und
uns helfend zur Seite stehen und sich nicht zu schade sind, den gefährlichen
Angelunrat von anderen, meist sind es die nächtlichen Wildangler zu beseitigen.
Die uns benachrichtigen, wenn sie verletzte Tiere bemerken und uns schon öfter bei der Sicherung verletzter Tiere geholfen haben.
Und für die es selbstverständlich ist, im Nestumfeld oder in der Nähe junger Wasservogel Familien nicht zu angeln.
und WIR DANKEN
den Menschen, die auf dem Wasser unterwegs sind und Rücksicht nehmen,
den Kanuten, die uns schon öfter geholfen haben,
verlorene gegangene Jungtiere zu sichern,
teilweise in halsbrecherischen Manövern und während der Schutz- und Brutzeiten die geschützten Wasserbereiche meiden. Klasse!
Ebenso allen anderen, die in den Schutzzeiten, auf Wasserwanderungen durch
die Naturschutzgebiete verzichten, wohl wissend, dass keine Absicht dazu gehört, dass
Wasservogel Familien flüchten, und dabei Jungtiere verloren gehen.
Das Verhalten von Elterntieren ist anders während der Aufzucht, sie sind schnell panisch. Küken, Gössel, die einmal den Anschluss an die Elterntiere verloren haben, ertrinken schnell, da der
Flaum nicht wasserdicht ist und sie in kurzen Abständen zum Wasserdicht fetten unter das Gefieder der Elterntiere müssen. Auch werden sie alleine unterwegs schneller Opfer von Raubfischen, Gerade
bei Schwänen gewährt der große Schattenwurf der Eltern einen guten Schutz.
WIR DANKEN
den vielen Menschen, die egal, welchem in Not geratenem Tier helfen möchten und meist stundenlang hilfesuchend damit beschäftigt sind
auch und besonders DANKEN WIR
der zunehmenden Anzahl an jungen Menschen, die uns kontaktieren, weil sie ein verletztes
Tier in Obhut genommen oder ihnen Tierleid aufgefallen ist und sie um Unterstützung bitten.
Diese Entwicklung freut uns besonders.
Vielleicht trägt dazu auch eine zunehmende Sensibilisierung und Information in unseren Kindergärten und Schulen bei.
zu guter Letzt und unverzichtbar:
DANKEN WIR ausdrücklich und immer wieder
den Auffangstationen, allen voran Nadine und Jens Müller,
ohne die es nicht möglich wäre Tiernot zu lindern.
In ihrem täglichen (und nächtlichen) Kampf um das Überleben der Tiere
nehmen sie die Wichtigste Rolle ein.
Wie auch sehr viele andere, die, je nach Tierart, unermüdlich im Einsatz sind.
Sie alle stellen einen Ausgleich dar, in einer Zeit, in welcher immer mehr Lebensraum für Tiere schwindet. Der Mensch, natürlich auch oft aus Unkenntnis, ist daran maßgeblich beteiligt .
Unsere Berichte
Lieber Tierfreund und Besucher unserer Seiten,
die folgenden Fotos und Videos geben nur einen kleinen Einblick in
unsere Aktivitäten. Vieles kann nicht aufgenommen werden, weil oft auch nur eine
Person vor Ort ist. Und blitzschnell Handlung und Versorgung wichtiger sind,
Ich erinnere mich an einen Fall vor vielen Jahren, es war eiskalt, die Nahe in vielen Bereichen gefroren, als jemand aus unserer Gruppe endlich den kranken Jungschwan in einer für ihn nicht so
günstigen Situation im Eis entdeckte. Man brach sich einen Weg durch das bekannte recht flache Gewässer,
in welchem man dann trotzdem mit Schwan auf dem Arm an einer Stelle bis zur Hüfte einbrach. Unter dem einen Arm den Schwan, mit dem anderen das Fahrrad (über eine sehr lange Strecke) schiebend,
nass und halb erfroren, kam nicht der Gedanke, das ebenfalls nasse Handy zwecks Aufnahmen zu bemühen.
Dieser Schwan wurde erfolgreich eine Saison von Wildtierhilfe Waldalgesheim umsorgt und gesund wieder in die Natur entlassen, wo er sich immer noch seines Daseins erfreut.
In einem anderen Fall wurden wir von der Polizei benachrichtigt, ein Schwan, der sich auf einer Brücke verirrte, Autos auf beiden Seiten. Irgendjemand versuchte, ihn durch Hupen und abschreckende
Manöver zum Davonfliegen zu bewegen. Was nicht funktionierte, denn zum einen sind Schwäne nur schwer flugfähig und benötigen einen längeren Anlauf, am besten auf dem Wasser, zum anderen sind
fehlgelandete Tiere meist verletzt, wenn auch nicht unbedingt auf den ersten Blick äußerlich erkennbar. Auch hier konnten wir helfen.
in einem anderen Fall verursachte eine Wasservogel Familie auf einer stark befahrenen Umgehungsstraße einen Auffahrunfall, bei welchem zum Glück keine Menschen verletzt wurden, leider ein
Küken umkam. Der Rest der Wasservogel Familie konnte eingefangen
und alle wieder wohlbehalten ausgewildert werden.
Katzen und Jungvögel
Aktuell werden unglaublich viele verletzte Jungvögel durch Katzen und Fensterscheiben gemeldet
Bitte lassen Sie, falls irgendwie möglich, ihre Katzen nicht raus, wenn in ihrer Nähe
Jungvögel einige Tage brauchen, um vor ihnen flüchten zu können.
Auch Ästlinge landen oft unterhalb des Baumes und haben keine Chancen.
Junge Amseln sind ohnehin meist auf dem Boden und am Anfang kaum flugfähig.
Wir wissen, was es bedeutet eine jammernde Freigänger Katze im Haus zu belassen,
demgegenüber steht das Überleben der meisten Jungvögel.
Es gibt nicht mehr viele. Auch verhungern etliche schon in den Nestern.
Wir beschäftigen unsere Katzen in diesem kurzen Zeitraum drin, bieten neue Spielsachen
oder Leckerlis an.
Wir bekommen täglich unzählige Anrufe nur wegen "Katzenopfern". Die Stationen sind überfüllt.
Manche können schon jetzt keine weiteren Vögel annehmen.
Wir bitten alle, die an ihren Glasfenstern und -türen schon öfter verletzte oder tote Vögel vorgefunden haben, diese zu markieren. In vielen spiegeln sich Bäume/Pflanzen. Für die Vögel,
gerade auch bei jungen, unerfahrenen ist dies bei den ersten Flugversuchen nicht als Spiegelung erkennbar und oft tödlich. Manches Mal sind sie nur traumatisiert, brauchen eine Weile, bis
sie wieder zu sich kommen. Sorgen Sie bitte während dieser Zeit dafür, dass keine Katzen oder Hunde auf Ihrem Grundstück die Gelegenheit nutzen. Sie können sie auch im Schatten auf einem nahe
gelegenen Balkon während dieser Zeit unterbringen.
Zur Info:
Wir haben keine eigene Station und können mit Ihnen zusammen telefonisch zwar Erstmaßnahmen besprechen, aber keine Vögel aufnehmen.
Sie können gerne bei der o.a. Liste versuchen, einen Platz zu finden.
Hier wieder unendlichen DANK an all die Stationen, die
Tag und Nacht dafür sorgen, dass diese Vögel überleben.
Gefahr für Schwäne
Diese Bild zeigt die Auswirkungen, die rücksichtslose Aktivitäten auf/an der Nahe haben können. Gerade auch bei Hochwasser wie im letzten Jahr stellt die starke Strömung eine
zusätzliche Gefahr da.
Zu dieser Zeit waren wir aus Bad Münster und einige Anwohner/in ständig dabei, die abgetriebenen, flüchtenden Schwäne,
die mit ihrem Nachwuchs im Wasser nicht mehr gegen die starke Strömung zurückkamen und deshalb weite Strecken über Land liefen, ( Bild) zu begleiten, damit sie nicht überfahren oder von
freilaufenden
Hunden attackiert wurden.
Sehr häufig sind sie im Mühlenkanal gelandet, wo sie vor das Wasserrad getrieben wurden, und im letzten Moment mehrfach vor diesem gerettet werden mussten. (Bild)
Es waren schwierige Aktionen.
Letztendlich bauten wir mit Unterstützung des Bauhofes und hilfsbereiten Anwohnern einen provisorischen Schutz.
Unzählige Male gerieten sie in diesen Graben, wo kein ausreichend breiter Ausstieg zur Verfügung stand,
Da sich der Gösselflaum schnell vollsaugt, und die Mutter irgendwann zu erschöpft war, um die Gössel abwechselnd, auf den Rücken zu nehmen, war auch hier höchste Eile geboten.
Hier bauten wir, wieder mit Hilfe von Anwohnern, einen ausreichend breiten und flach verlaufenden Schwanenausgang aus dem Kanal, der im letzten Jahr ständig genutzt wurde.
Wenn in diesem Bereich des Kurparkes Hunde freilaufen, kommt es nicht selten vor, dass sie ein Jungtier erwischen. Selbst, wenn sie es nicht töten, sind selbst kleine Verletzungen
auch durch einen minimalen Eintrag von Bakterien tödlich. Auch Fahrradfahrer und Nutzer von diversen, sehr schnell fahrbaren E-Geräten stellen in diesen Parkbereichen eine große Gefahr für die
Tiere dar.
Bei Hochwasser versuchen die Wassservögel sich an Land auf den Wiesen zu ernähren. Erste Nahrungsvorkommen im Frühjahr reißen bei starkem Wasser schnell ab und die Tiere müssen an Land, um
nicht zu verhungern. Sie müssen dann, wie hier in den touristischen Gebieten notgedrungen zwischen Menschenmengen liegen.
Sie sind völlig erschöpft und oft auch noch durch die nächtlichen Wildangler, die gerne bei Starkwasser unterwegs sind, ständig auf der Flucht.
Sie müssen an Land in die stark frequentierten Bereiche.
Erweiterter Schutz für Schwanennest
Dieses Nest wurde vom Bad Kreuznacher Bauhoh mit Bauzaun umstellt, das zweite Mal, das erste Gelege wurde vom Wasser aus komplett ausgehoben.
Danke an den Bauhof, die diese Maßnahmen regelmäßig treffen.
Die Untere Naturschutzbehörde und Herr Rohrbacher unterstützen, genehmigen und fördern diese Maßnahmen.
Es ist eine strafbare Handlung ist die mit hohen Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafe geahndet wird, diese Nester zu zerstören.
So haben Uwe und Anja bei diesem traumatisierten Paar, der Schwanen-Vater wurde bei dieser Straftat verletzt, geistesgegenwärig schnell neues Nistmaterial besorgt so dass sie eine zweite Brut in
Angriff in Angriff nehmen konnten.
Schutz für Schwanennest
Dank der Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde und des Bauhofes ist dieses Nest im Nachtigallenweg sicher
geschützt.
Verletzte Katzen versorgt
Nicht nur unsere gefiederten Freunde brauchen Hilfe.
Hier kümmert sich Anja um eine verletzte, heimatlose Katze.
Fehlgelandeter Schwan wieder in sichere Gewässer gebracht
Schwäne können aus kleinen Kanälen oft nicht selbst wieder herauskommen, weil ihnen der nötige Anlauf fehlt, um abzuheben. Diese großen Vögel benötigen
eine längere, freie Wasserfläche, um mit kräftigen Flügelschlägen und rudernden Füßen genügend Geschwindigkeit zu erreichen. In engen Kanälen sind die Ufer oft steil, und das
begrenzte Platzangebot erschwert zusätzlich den Start, sodass die Tiere auf menschliche Hilfe angewiesen sein können.
Hochwasserschutz am Schwanennest in Bad Kreuznach
Gössel (Babyschwan) sucht Familie
Durch Unruhen auf dem Wasser verloren gegangenes Gössel aufgepäppelt und wieder der Famiie zugeführt
Verletzter Schwan durch Angelhaken und- Schnur
Nicht alle überleben derartige Verletzungen.
Dieser Schwan lebt nun auf einem Gnadenhof, wie viele andere auch.
Die meisten Angler passen auf und räumen, soweit möglich, gründlich auf.
Bei den nächtlichen Wildanglern sieht das oft anders aus.
HILFE GESUCHT: GRAUSAME AKTIONEN GEGEN SCHWÄNE
Seit einiger Zeit werden in Bad-Münster Schwäne durch gezielte Schüsse in Todesangst versetzt.
Dies geschieht nun in starkem Maße vor, an und nach Silvester.
Acht tote und unzählige verletzte Tiere, derer wir nicht immer habhaft werden können, sind die traurige Bilanz dieser brutalen Angriffe vergangener
Wochen.
Trotz ihrer schwindenden Lebensräume werden die Schwäne seit einigenJahren auch auf einigen Feldern nicht geduldet, obwohl sie dort keine
Schäden anrichten. Sie zupfen nur die Blattspitzen, der Dung ist nicht ätzend, sondern reiner Humus.
Viele flüchten in Folge nach Niederhausen; können dort aber nicht bleiben, da die dortigen Revierschwäne zu viel Druck ausüben.
Es gibt in unserer Region nicht viele Wasserbereiche, die für Schwäne geeignet sind.
Der See in Ippesheim ist ein optimaler nächtlicher Schutz, da er keine Strömung hat.
Dort verbringen einige Schwäne, nachdem sie tagsüber auf den Feldern waren, die Nächte.
Wenn dieser zufriert, begeben sie sich auf die Suche, nach geeigneten Nahebereichen.
Die dortigen Revierschwanenpaare duldet sie zur Brutzeit nicht mehr und die Winterschwäne gehen zurück auf den Rhein.
Einige Jugendliche und Erwachsene wurden beobachtet, als sie zumindest Silvstergeschosse Richtung Schwäne abfeuerten
Auch ein schlanker, mittelblonder und ein dunkelhaariger, leicht übergewichtiger Mann mit Brille, vermutlich sind beide ca. 40 Jahre alt.
Wir bitten um die Mithilfe der Bevölkerung, um strafrechtlich relevante Beweise zu sammeln und der Polizei zu melden. Die gezielten Angriffe verstoßen eindeutig gegen § 39 des BNatSchG, der das mutwillige Beunruhigen, Verletzen oder Töten von wild lebenden Tieren
verbietet.
Wir bitten, ein konsequentes Böllerverbot an Flüssen einzuführen um das Leiden der Wasservögel zu verhindern.
Noch besser, wäre sicher, die zunehmende Silvesterknallerei ganz zu unterbinden
Böller und Raketen richten überall, auch von den umliegenden Bergen kommend bei allen Wildtieren- und
Vögeln, auch bei Haustieren großen Schaden an.
Mahatma Gandhi sagte einst: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln. "
Bitte helfen Sie uns gegen diese grausamen Taten vorzugehen!!!!!
Nur ein Auszug der vielen dramatischen Bilder toter Schwäne in den vergangenen Wochen.
Polizeieinsatz für Schwan
Hier wieder Marie, die mit ihrer Mutter zu einem Polizeieinsatz in Bad-Münster gerufen wurde und
Einen der vielen Schwäne, die durch die gezielten Angriffe auf Wasservögel, verletzt wurde, einfing.
Er irrte lange Zeit über die Hauptstraße, versuchte über Treppen hoch und runter wieder in die Nahe zu kommen.
Bis eine aufmerksame und hilfsbereite Familie ihn entdeckte und sehr lange bei ihm blieb, bis die Polizei kam und er sicher gestellt werden konnte.
Wieder einmal professionell gemacht!
Marie, Du und deine Mutter sind in unserer Gruppe unersetzlich!
Schwanenrettungen in Bad Münster
Bravo Emilia! Super gemacht!
Nun ist Emilia Beiser unsere Jüngste. Sie hat unglaubliche Geduld beim Sichern von Wasservögeln und ist, so oft sie kann, am Wasser. Wie schön, wenn Kinder dieser
Generation Hilfe für Tiere leisten möchten!!
Oben seht ihr sie mit einem Jungschwan, der in Not geraten war. Sie war tagelang mit ihrem Opa am Wasser und nicht damit einverstanden, aufzugeben, was letztendlich
zum Erfolg führte.
Daneben ist ein schwer verletzter, gerade gesicherter Schwan zu sehen, der gegen den oberen unbeleuchteten Bereich der Pouillybrücke geflogen ist.
Leider kommt das häufig war, da die Tiere nur den unteren beleuchteten Bereich wahrnehmen. Die Wenigsten überleben.........
Schade, dass dafür noch keine Abhilfe geschaffen wurde.....
Einsätze
Leider gelingt es uns nicht immer unsere "Rettungen" zu dokumentieren und einzustellen.
Hier nur einige Aufzählungen:
Marie, nun nicht mehr unsere Jüngste (Foto oben im Polizeiwagen) wurde zu einem Polizeieinsatz gerufen, bei welchem ein
Jungschwan,
auf der Nahe in Panik geraten, auf einer Straße landete. Die Jahre vergehen und Marie ist nun nicht mehr die Jüngste, aber weiterhin mit
ihrer
Mutter die Nummer eins im Sichern von Wasservögeln und immer sofort zur Stelle.
In Rekordzeit konnte sie ihn einfangen und mit Polizeibegleitung im richtigen Nahebereich wieder freilassen.
Das Einfangen ist eine ziemlich aufwendige und nervenaufreibende Angelegenheit ,bei welcher sie sich oft in Gefahr bringen, wenn
sie sich beispielsweise, mangels eines geeigneten Bootes mit einem Surfbrett zwischen Eisschollen fortbewegen. Bei einem
solchen Einsatz hat ihnen Jennifer geholfen, wie auch schon bei anderen Einsätzen, die unglaublichen Mut erfordern.
Ebenso ist auch immer auf Melanie Verlass, die vor nichts zurückschreckt.
Auch hier noch einmal :Wir sind auch sehr dankbar für die tolle Zusammenarbeit mit der Polizei und anderen wie Tierheimen, Naturschutzbehörden,
Feuerwehr, Nabu uvm. Gerade bei Schwänen ist es wichtig, dass man sie den richtigen Nahebereichen zuordnet.
Ein Schwan im falschen Revier ausgewildert, kann u.U. seinen Tod, auch durch Artgenossen bedeuten.
Nachwuchs ist da!
Der diesjährige Nachwuchs ist da!
Schlüpfen eines Schwanengössels.
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Bildergalerie (zum Vergrößern bitte anklicken)
Bilder und Video: Marie Fleig/ Uwe Brauer
Verletzter Schwan mit Fraktur
Gerade hat die Wildtierhilfe Waldalgesheim diesen schwer verletzten Schwan übernommen, den zuvor die Naturschutzgruppe Nahe (www.naturschutzgruppe-nahe.de) in Bad
Kreuznach gesichert und direkt zum Tierarzt gebracht hatte.
Er hat eine Fraktur am linken Flügel, starke Prellungen und Wunden, die mehrfach genäht werden mussten.
Von den Verletzungen aus zu schließen ist es sehr wahrscheinlich, dass er in ein Stahlseil geflogen ist, wie sie zum Beispiel bei Fährbetrieben oder an manchen
Brücken zu finden sind. Die Vögel sehen die Seile zu spät und können aufgrund ihrer Flügelspannweite und Masse nicht ausweichen.
Dabei könnten durch ganz einfache Flatterbandmarkierung solche Kollisionen verhindert werden.
Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, wartet seine Partnerin, die sich jetzt allein um das Gelege kümmern muss!
Wir können nur immer wieder darauf hinweisen, gerade auch jetzt in der Brut-und Setzzeit, den Wildtieren ihre Ruhebereiche zu lassen, sie nicht unnötig auf zu
scheuchen, in dem man auf den Wegen bleibt und Hunde an die Leine nimmt.
Das gilt auch für die Uferbereiche an den Flüssen und Seen!
Angeschossener Schwan
Ein Schwan hatte von sich Reden gemacht. In Ippesheim ist das angeschossene Tier von unserer Gruppe und Jens und Nadine Müller, die aufgrund der hohen Gefahr (durch
den Pfeil im Kopf) beim Einfangen des Tieres uns mit weiteren Helfern unterstützten.
Denn durch das verständliche Misstrauen des angeschossenen Schwanes konnte er nur durch ein Umstellen vieler Personen sicher in Gewahrsam genommen werden. Es
war eine beachtliche Leistung aller, die nur durch lange Vorarbeit und die Hilfe aller Beteiligten
zum Erfolg führen konnte. Eine tolle Leistung im Team!!!!
Wir berichten in folgendem Interview von den Aufgaben der Naturschutzgruppe, dem richtigen Verhalten in geschützten Bereichen der Nahe und geben Einblicke in die
tägliche Arbeit. Ein sehr schöner Beitrag für alle, die mehr über unsere Arbeit erfahren möchten.
Zwölf Tage nach Meldung haben wir endlich den Jungschwan auf dem Ippesheimer See (Bad Kreuznach), der mit einem Blasrohrpfeil attackiert worden war, welcher in
seinem Kiefer steckte, einfangen können. In diesem Zeitraum waren wir täglich, teilweise mehrfach vor Ort, verfolgten die Entwicklung der Verletzung , die sich von einer anfänglichen
entzündlichen Reaktion schnell zu einer weniger geschwollenen Verkapselung entwickelte, so dass er auch wieder von uns speziell verabreichtes Futter aufnehmen konnte. Dies gelang ihm allerdings
nur unter Schmerzen in einem bestimmten Winkel des Kopfes in einer geringen Wassertiefe. Natürliche Nahrungsaufnahme war durch diese geringe Bewegungsmöglichkeit und durch die Gefahr des
Hängenbleibens durch den Pfeil kaum möglich. Auch ist er nicht mehr mit den anderen zu den überlebenswichtigen Winterfeldern geflogen. Des Weiteren hätte die Verkapselung oder auch das
Hängenbleiben am Pfeil zu einer irreparable Verletzung im Kieferbereich führen können, so dass man den Schwan dann nur noch hätte erlösen können.
Wir versuchten dem total verängstigten Tier nach und nach wieder etwas von seiner Panik zu nehmen, so dass wir irgendwann die Möglichkeit hatten ihm helfen zu
können.. Trotzdem war die Fluchtbereitschaft extrem hoch und wir beobachteten in diesem Zeitraum genau, welche Fluchtrichtungen er nutzte, So konnten wir ein Konzept der Art und Weise des Fangens
erarbeiten.
In dieser Zeit waren auch viele andere, auch Ippesheimer Schwanenfreunde immer wieder vor Ort, haben ihn im Auge behalten, um uns benachrichtigen zu können, sobald
eine Situation eingetroffen wäre, die sofortiges Handeln erforderlich gemacht hätte.
Bei dieser Verletzung war beim Einfangen höchste Vorsicht geboten, um den Pfeil in eine nicht noch gefährlichere Position zu bringen.
Wir: das sind Jens und Nadine Müller von der Natur-und Wildtierhife Waldalgesheim, einer privaten Wildtierpflegestelle des Tierschutzverein Mensch und Tier (M.u.T.)
Bingen am Rhein, Rheinhessen-Naheland e.V. , die sich rührend und aufopferungsvoll wirklich Rund-um die Uhr um in Not geratene Wildtiere kümmern und unsere Naturschutzgruppe Nahe, die vor etwa
fünfzehn Jahren aus einer "Schwanennot" heraus entstanden ist, deren Begründer Jutta (Jule) und Uwe Beiser sind. Mittlerweile kümmert sich unsere Gruppe (Hilfe können wir immer gebrauchen,
sowohl finanziell als auch personell) um alle bedürftigen Tiere auf die wir stoßen, beseitigen täglich Gefahrenquellen und Müll in der Natur und noch so viel mehr. Ein Teil unserer beider Gruppen
ist ausgebildet und erfahren im Einfangen und Umgang von Schwänen. Nadine und Jens Müller widmen all den verletzten Tieren auf ihrer Pflegestelle ein Großteil ihrer Freizeit. Sie sind
medizinisch und fachkundig äußerst versiert. Ohne sie wäre das alles nicht möglich.
Sie arbeiten eng mit fachkundige Tierärzten zusammen, die kurzfristig in der Lage sind, auch Schwäne zu behandeln. Desweiteren bekommen wir immer Unterstützung,
falls bei Jens und Nadine kein Platz mehr ist, von der Wildvogelstation Kirchwald und deren Klinik in Mayen, die hoch spezialisiert immer im Einsatz sind. Mittlerweile sind "unsere" stationären
Unterstützer dankenswerterweise beachtlich gewachsen.
Wir sind so dankbar dafür!!!!!!!! Trotzdem stoßen alle immer wieder an ihre Grenzen, gerade in der Brut- und Aufzuchtzeit.
Nicht nur wir alle arbeiten seit vielen Jahren miteinander, wir arbeiten ebenso mit Polizei, Feuerwehr, Tierheimen und Behörden uvm zusammen, ohne diese
breitgefächerten Verbindungen und Unterstützungen wäre das alles nicht möglich.
Das Einfangen an diesem sehr stürmischen und kaltem Tag, Freitag, den 04.02.22 konnte nach gut vier Stunden nur gelingen, weil sowohl im Vorfeld, als auch
in der Situation selbst, die Erfahrung und das entsprechende Handling aller aufeinander eingestimmten Personen zum Tragen kam. Natürlich ist auch immer ein bisschen Glück dabei. Man kann
noch so oft vor Ort sein, wenn die Situation nicht eindeutig zum Erfolg führen kann, ist jeder gescheiterte Versuch immer weiter erschwerend.
Nicht nur wir, die den verletzten Jungschwan am Schluss alle zusammen einfangen konnten, sondern auch alle anderen, deren Namen nicht alle genannt werden können,
die auch nicht auf den Fotos zu sehen sind, haben dazu beigetragen, diese Gemeinheit an dem Tier wieder gutzumachen. Wir sind sehr dankbar für all die vielseitige Unterstützung und Mithilfe, die
schon so vielen Tieren das Leben gerettet haben und auch ein klein wenig zu einem verbesserten Lebensraum beitragen konnte.
Das das ist unser aller großes Ziel: den Tieren und der Natur von dem, was ihnen genommen wird, etwas zurückzugeben.
Der Schwan hat die Operation gut überstanden. Er muss jetzt noch medizinisch weiter behandelt werden und wird dann wieder am See in Ippesheim freigelassen. Die
Kosten für die medizinische Behandlung trägt der Tierschutzverein Mensch und Tier (M.u.T.), der sich über Spenden sehr freuen würde.